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Liebe Leserin, lieber Leser unseres Gemeindebriefes, 

Aufgaben haben wir genug. 

Auch 2025. Beruflich und privat. Und nun auch noch diese Jahreslosung: „Prüft alles. Und behaltet das Gute.“ Brauchten wir nicht Zuspruch statt noch mehr Aufgaben

Zunächst: Unsere Jahreslosung ist nicht vom TÜF. Sondern Paulus schreibt diese Sätze an die christliche Gemeinde in Thessalonich. 

Prüft alles? „Alles“ ist viel. Bei rund 30.000 – oft unbewussten – Entscheidungen pro Tag, klingt das zunächst nicht nach einer Orientierungshilfe. 

Und doch hat Paulus genau die im Sinn. Denn es gab Fragen in der Gemeinde. Was macht uns aus? Woran sind wir erkennbar? Was sollen wir tun? Und was eher lassen? Paulus arbeitet mit seiner Aufgabe, alles zu prüfen, an einer Gemeindegestaltung allein aus dem Heiligen Geist. Der soll das Prüfwerkzeug sein. Nachdem Paulus ermahnt hat: „… seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch…“ folgt  unsere  Jahreslosung: „Prüft alles,  und  das Gute  behaltet.“ 

Man könnte auch übersetzen: „Untersucht alles auf Tauglichkeit und hindert das Gute und Schöne am Verschwinden.“ Unsere Jahreslosung meint also einen geistlichen  

Prüfvorgang, damit alles, was wir tun und lassen das Gütesiegel des Heiligen Geistes erhält. Als Prüfkriterium benennt Paulus den Willen GOTTES. 

Seid fröhlich: Paulus fokussiert uns im Lob GOTTES  auf  das  Positive.  Wer GOTT lobt, der wird fröhlich. In GOTT. Der verschiebt seine Wertmaßstäbe. Den beeindruckt die Demut. Den motiviert die Kraft der Schwäche. Betet ohne Unterlass: GOTT will, dass wir ihm mit unserem Leben antworten. 

Dein Leben ist deine Rede mit GOTT. Dein Gebet. GOTT hört, was du lebst. Seid dankbar in allen Dingen: Oft suchen und vermuten wir das Glück dort, wo wir nicht sind. Und so kommt es, dass wir uns von dem bestimmen lassen, was uns fehlt. Das öffnet unser Herz dem Neid. GOTT will aber, dass wir über  dem  Inhalt  unseres  Lebens zum Dank finden. Wer zuletzt dankt, dankt am besten. Also: Wer oder was erhält  unter  uns Speicherplatz?  Je mehr  Speicherplatz GOTTES Willen belegt, umso besser. Da können wir gar nicht genug Datenvolumen bereitstellen. Wer nicht prüft und nicht das Gute und Schöne behält, der gefährdet sich, ein spiritueller Messi zu werden. Ein Mensch, der sammelt, was nicht mehr gebraucht wird.„Prüft  alles. Und behaltet das Gute.“ „Untersucht alles auf Tauglichkeit und hindert das Gute und Schöne am Verschwinden.“ Passt für 2025. 

Ihr Pfarrer Michael Zemmrich

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